Religion

 

Gestaltung des Schuljahres in religiöser Hinsicht

Anfangsgottesdienste:

Wir beginnen das Schuljahr mit einem Gottesdienst (Eucharistiefeier) zum Schuljahresanfang. Unter Einbeziehung einzelner Klassen werden die verschiedenen Themen im Religionsunterricht vorbereitet.
Thema 2015: Träume leben
Thema 2016: Aus den Wurzeln des Glaubens leben.
Thema 2017: Mit anderen Augen sehen.

An diesen Gottesdiensten nehmen die Klassen 7 bis 10 und alle LehrerInnen teil. Der Fachbereich kath. Religion arbeitet eng mit dem Fachbereich Musik zusammen, da die Gottesdienste musikalisch besonders schön gestaltet werden.
Für unsere neuen Fünftklässlerinnen bereiten wir unter Einbeziehung der 6. Klassen eine Anfangsandacht vor, zu der auch die Eltern eingeladen sind.
Thema 2015: Das neue Schuljahr gestalten
Thema 2016: Ein neuer Weg
Thema 2017: Mit anderen Augen sehen.
In dieser Segnungsandacht erhalten die Schülerinnen der 5. Klassen einen Einzelsegen vom Priester.

 

Morgengebet:

Es findet ein tägliches gemeinsames Morgengebet zu Beginn des Unterrichts in den einzelnen Klassen statt. Dazu liegen Gebetsbücher in den Klassen aus. Eine Schülerin wählt ein Gebet aus und liest dieses Gebet vor und alle beten mit; auch die andersgläubigen Schülerinnen. Sie bekreuzigen sich allerdings nicht.

 

Mittagsgebet:

Im Tagesheim findet täglich vor dem gemeinsamen Mittagessen ein Dankgebet statt. Dazu gibt es Gebetszettel. Eine Schülerin wählt ein Gebet aus und betet vor.

 

Schaukasten:

Im Eingangsbereich unserer Schule befindet sich ein religiöser Schaukasten. Dort sind Informationen zu religiösen Veranstaltungen aus dem Kirchenleben (z. B. die Fronleichnamsprozession auf dem Marienplatz) oder Angebote der Kirchen: (z. B. Jugendwallfahrten) oder Aktionen der Erzdiözese München und Freising (z. B. Fastenaktionen) oder Aktionen einzelner Pfarrgemeinden (z. B. Einladungen zu Jugendgottesdiensten angebracht. Alternativ findet die Gestaltung des Schaukastens durch Schülerbeiträge/ Lehrerbeiträge zu aktuellen Kirchenjahresthemen wie z.B. Erntedank, St. Martin, Adventszeit, Weihnachten, österliche Bußzeit, oder Darstellungen von Kreuzwegen, Gestaltung von Psalmen etc., statt. Sehr gut werden meditative Plakate von den Schülerinnen angenommen.

 

Erntedank:

In Vorbereitung auf das Erntedankfest wird in der Eingangshalle jedes Jahr ein Tisch mit Erntegaben liebevoll gestaltet. Es werden mitgebrachtes Obst, Gemüse und ein von der Bäckerei Aumüller gespendetes Erntedankbrot aufgebaut. Passend dazu wird der Schaukasten gestaltet.

 

Allerheiligen/Allerseelen:

Im Rahmen des kath. Religionsunterrichtes (s. Lehrplan) besuchen wir mit unseren 9. Klassen nach Absprache und auf freiwilliger Basis das städt. Bestattungsinstitut „Palais Lerchenfeld“ in München. Wir möchten uns dort dort mit dem Thema „Tod und Sterben“ auseinandersetzen. Im „Palais Lerchenfeld“ sind wir gern gesehene Besucher, da wir auch schon ein „Sargprojekt“ mit diesem Institut gestaltet haben. Wir erhalten wir dort eine Führung durch das Palais und anschließend dürfen die Schülerinnen alle Fragen zum o. g. Thema stellen.

 

Adventszeit:

Die Montage in der Adventszeit werden besonders gestaltet. Zu Unterrichtsbeginn werden besinnliche Texte vorgelesen und evtl. durch den Vortrag adventlicher Lieder angereichert. Zusätzlich haben wir dieses Jahr wieder Adventsbesinnungen in unseren Klassen vorbereitet. Im Rahmen des Religionsunterrichtes finden zu dieser Zeit auch regelmäßige adventliche Besinnungen der einzelnen Klassen im Meditationsraum der Schule statt.

 

Vorweihnachtszeit:

An unserer Schule findet jedes Jahr ein großer Weihnachtsbazar für alle Klassen, für die Eltern unserer Schülerinnen und für ehemalige Schülerinnen und für Interessierte statt. Der Erlös kommt wohltätigen Zwecken zugute. Während dieses Bazars finden weihnachtliches Musizieren und Lesungen besinnlicher Texte statt. Der Bazar wird auch in der örtl. Presse erwähnt. Bastelsamstag An diesem Tag arbeiten / basteln / backen Schülerinnen der einzelnen Klassen mit großem Engagement für diesen Bazar. Erwähnenswert ist das vom Fachbereich Religion organisierte Binden und Gestalten von ca. 120 Adventskränzen, die auf dem Weihnachtsbazar mit gutem Gewinn verkauft werden.

 

Weihnachtsgottesdienst:

Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien findet ein besonders festlich gestalteter Weihnachtsgottesdienst für alle Schülerinnen und LehrerInnen in der Michaelskirche statt. 2017 lautet das Thema: „Ist die Welt noch zu retten?“ Auch dieser Gottesdienst ist wieder ein Gemeinschaftsprojekt von den Fachbereichen katholische Religion und Musik, bei dem viele Schülerinnen einbezogen werden können.

 

Maria Ward (Geburtstag am 23.01.1585):

Maria Wards Geburtstag wird an unserer Schule jedes Jahr besonders gestaltet. 2017 hat der Fachbereich kath. Religion eine Ausstellung zu Maria Ward Leben mit Schautafeln gestaltet. Diese Ausstellung sollte uns daran erinnern, dass wir unsere Schule ihrem Engagement zu verdanken haben. Zum 430. Geburtstag unserer Namenspatronin fuhr 2015 unsere ganze Schulfamilie in die Münchner Innenstadt, um in der herrlichen Michaelskirche bei den Jesuiten einen großen festlichen Gottesdienst unter dem Motto „Ich habe stets das Licht geliebt“ – einem bekannten Zitat von Maria Ward – zu feiern. Pater Reichwein, ein Jesuitenpater von St. Michael zelebrierte die Messe. Diese wurde im Fachbereich kath. Religion vorbereitet und von vielen Schülerinnen mitgestaltet. Eine neue Tradition? Nach diesem würdevollen Gottesdienst haben sich das viele gewünscht.

 

Besinnungsnachmittage:

Was im regulären Religionsunterricht oft nicht möglich ist, weil der Gong die Pause einläutet und der intensiveren Auseinandersetzung mit Lebens- und Glaubensfragen ein jähes Ende setzt, konnte an zwei Besinnungsnachmittagen Schülerinnen unserer 5. und 6. Klassen eröffnet werden: ein umfassender und ganzheitlicher Zugang zu Bibelstellen und deren konkrete Umsetzung im persönlichen Leben. Unter dem Motto „Meine Schätze“ stand der Nachmittag für die 6. Klassen am 18.02.2017. Den Fragen „Was gibt mir Halt? Was macht Sinn?“ stellten sich die Schülerinnen der 5. Klassen am Besinnungstag, der am 17.03.2017 stattfand.

 

Orientierungstage:

Tage der Orientierung sollen einen Beitrag dazu leisten, dass junge Menschen durch verschiedene Methoden und Erfahrungen mit sich und anderen ihre Persönlichkeit ganzheitlich entfalten und in ihrer Identität gestärkt werden. Sie sollen aktuelle Lebensthemen ansprechen können und neue Perspektiven für ihre Lebensgestaltung erhalten. Auch sollen sie Gemeinschaft in der Klasse erleben und mitgestalten. Ganz wichtig ist es den Horizont für Glaubensfragen zu öffnen und die Erfahrungen Jugendlicher in einem christlichen Sinn zu deuten. Ein fester Bestandteil in unserem Schuljahr sind die Orientierungstage in Benediktbeuern. Wir fahren mit den Schülerinnen aller 9. Klassen für drei Tage in das Aktionszentrum der Salesianer Don Boscos um uns mit den o. g. Zielen zu beschäftigen und sie umzusetzen. Diese Tag werden sehr gut angenommen. Zitat einer Schülerin: „Nach drei Tage sind wir gut gelaunt, aber auch etwas traurig, da es schon wieder vorbei war, an der Schule angekommen“.

 

Passionsgottesdienst in der Fastenzeit:

Am ersten Schultag nach Aschermittwoch gestalten wir in jedem Schuljahr einen Passionsgottesdienst für alle Schülerinnen und LehrerInnen in der Michaelskirche. Dieser Gottesdienst ist als Einstimmung auf die Fastenzeit gedacht. Es sollen aber auch eigene Lebenseinstellungen kritisch hinterfragt und ggf. verändert werden. 2017 lautete das Thema „Zeit“.

 

Österliche Bußzeit:

Im Rahmen des Religionsunterrichtes finden zu dieser Zeit regelmäßige Österliche Besinnungen der einzelnen Klassen im Meditationsraum der Schule statt. Diese Zeit wird besonders projektorientiert gestaltet. Beispiele für diese Projekte sind Missio- und Misereoraktionen. Dazu gehört auch die besinnliche Betrachtung und Beschäftigung mit dem aktuellen Hungertuch. Besondere Beachtung finden dann auch „Eine Welt Themen“ oder die Gestaltung von Collagen (z. B Emmausjünger oder Kreuzwege). Auf unserem Schulgelände befindet sich ein Kreuzweg. Diesen begehen wir auch während dieser österlichen Bußzeit.

 

Pfingsten:

Die Zeit um das Pfingstereignis gestalten wir ähnlich wie die Österliche Bußzeit mit besinnlichen Meditationen (Der Geist weht, wo er will) im Meditationsraum. Diverse Projekte werden von den einzelnen Religionslehrerinnen mit ihren Klassen gestaltet. Gottesdienste zum Schuljahresschluss. Uns ist es ein Anliegen, unsere 10. Klassen mit einem besonders festlich gestalteten Abschlussgottesdienst zu feiern. Das Thema wird von den 10.KIässIerinnen ausgewählt und der Gottesdienst wird mit einigen Freiwilligen und vom Fachbereich kath. Religion vorbereitet. Thema 2015: Auf den Wellen des Lebens. Thema 2016: Die Lichter leuchten nur für uns. Auch ein gelungenes Schuljahr verdient mit einem Schlussgottesdienst gefeiert zu werden. So auch bei uns. Nach der Zeugnisübergabe werden die Mädchen dann in die Ferien entlassen. Die Themen und die Gestaltung der Gottesdienste waren wieder Anlass zur Freude.
Thema 2015: Leinen los, auf zu neuen Ufern
Thema 2016. Die Reise zum Glück
Thema 2017. Was du säst, das erntest du.

 

Umgang mit Tod und Sterben:

In den Jahren 2013, 2014 und 2015 sind liebe Kolleginnen plötzlich verstorben. In einem würdevoll mit Blumen und Fotos der verstorbenen Kollegin gestalteten Trauerbereich konnten Schülerinnen und LehrerInnen ihrer Trauer Ausdruck verleihen, sich in Gedanken von der Verstorbenen verabschieden und sich in ein Kondolenzbuch eintragen. In drei sehr bewegenden Trauergottesdiensten haben wir uns als Schulgemeinschaft von diesen Kolleginnen verabschiedet.
Unsere Kolleginnen vom Fachbereich kath. Religion sind gut auf „Trauerbegleitung“ vorbereitet. Uns ist es wichtig, dass bei außergewöhnlichen Ereignissen, wie z. B. „dem Amoklauf im Münchner Einkaufszentrum“ diese Ereignisse durch Gesprächsangebote aber auch durch die Einrichtung eines Trauerbereiches in der Schule aufgefangen werden können. In einem würdevoll mit Blumen gestalteten Trauerbereich können Schülerinnen und LehrerInnen ihrer Trauer Ausdruck verleihen, beten oder ihre Gedanken aufschreiben.

 

Schlusswort:

In unserer Fachschaft katholische und evangelische Religion ist es uns daran gelegen, dass wir in unserem Unterricht und in unserem Umgang mit den Schülerinnen christliche Werte nicht nur aufzeigen und vermitteln, sondern insbesondere auch vorleben. Uns sind neben dem Leistungskatalog besonders die Vermittlung von Werten sowie ein positives Selbstbild der Schülerinnen und ein christliches, wertschätzendes und positives Schulklima sehr wichtig. Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, den Schülerinnen zu helfen und Fähigkeiten wie soziales Verhalten, Engagement für die Mitmenschen und die Natur, Teamfähigkeit, Freude am Leben, das Erkennen übergreifender Zusammenhänge und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sowie emotionale Festigkeit als Vorbereitung auf das Berufsleben und spätere Familienleben zu entwickeln. Ein ganz wichtiger Aspekt dabei ist für uns, bei den Schülerinnen ein Gespür für die Sinnfrage und für die Zufriedenheit mit dem eigenen Leben zu vermitteln, möglichst noch im Vertrauen auf Gott.